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Sexuelle Übergriffe: Staatsanwaltschaft fordert elf Jahre Haft

In der Verhandlung gegen den 54-jährigen Klaus R. Aus Springe fordert die Staatsanwaltschaft elf Jahre Haft. Sie sieht es als erwiesen an, dass der heute 54-Jährige drei junge Frauen im Juni 2002 in Bückeburg, im November 2006 bei Sehnde und im Oktober 2012 in Springe unter Gewaltandrohung zu sexuellen Handlungen gezwungen hat. Laut Staatsanwaltschaft hatte er im April diesen Jahres außerdem eine junge Egestorferin angegriffen. Diese hatte sich jedoch so sehr gewehrt, dass R. schließlich von ihr abgelassen hatte. Wie die Staatsanwaltschaft ausführte, hatten Zeugen den Angeklagten im Fall der Bückeburgerin zweifelsfrei wiedererkannt. Auch das Opfer sah trotz der verstrichenen Jahre eine Ähnlichkeit des Angeklagten zu ihrem damaligen Peiniger. Im Fall des jungen Mädchens aus Springe war am Tatort eine Kondompackung mit DNA-Spuren gefunden worden. Diese weisen nach einem Gutachten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf den Angeklagten hin. „Man müsste 644 Millionen Menschen untersuchen, um einen Menschen zu finden, auf den die untersuchten Merkmale so passen wie auf den Angeklagten“, sagte die Staatsanwältin. Eine Sicherungsverwahrung kommt nicht in Frage, da der Gutachter keinen Hang zu exhibitionistischen Handlungen feststellen konnte.

Am Nachmittag wird die Verhandlung mit den Plädoyers fortgesetzt.

bri. 17.11.2014, 13:40

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