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Maniac

Horror

Alexandre Ajas präsentiert als Produzent das Remake von „Maniac“ – einem der bekanntesten Slasher-Filme der 1980er Jahre. Es ist ein verstörendes abstumpfendes Werk, in dem ein Milchbubi, den wir alle aus dem „Herr der Ringe“ kennen, Elijah Wood, in seiner Rolle Frauen ermordet und skalpiert. In der Uncut Version, die fünf Minuten länger ist, äußerst brutal. Ansonsten besticht das Werk durch seine Kameraperspektive aus der Sicht des Hauptdarstellers sowie der Gefühlskälte. So verstörend das Werk erscheint, so langatmig kann es an manchen Stellen erscheinen. Psychologisch interessant, wenngleich nicht unbedingt neu.

Inhalt

Los Angeles in der Gegenwart. Frank Zito (Elijah Wood) ist ein unauffälliger Hänfling, dem ein Schaufensterpuppenladen gehört. Er hat ihn von seinen Eltern geerbt, erklärt er der ersten Frau, Anna (Nora Arnezeder), die sich für ihn zu interessieren scheint. Allerdings begibt sie sich damit auf gefährliche Pfade. Denn schon zuvor haben wir die ersten bestialischen Morde des Buben miterleben dürfen. Er verfolgt scheinbar wahllos ausgewählte Frauen und bringt sie um. Dabei lässt er seiner Wut freien Lauf und kennt kein Erbarmen. Die Schizophrenie wird immer deutlicher, in Rückblicken erfahren wir ansatzweise, wie aus dem Kind von damals ein Monster werden konnte. Wenngleich diese Erklärung nicht unbedingt befriedigt und wenig mit Freud oder andere Psychologen und –analytikern zu tun hat. Die Promiskuität der Mutter und die öffentliche Zurschaustellung haben den jungen Frank zu einem Psychopathen gemacht, der Frauen ermordet und skalpiert. Mit den Trophäen stattet er seine Puppen aus. Zu Anna hingegen entwickelt er eine persönliche Beziehung, eine Freundschaft – oder könnte sich mehr daraus entwickeln? Sie liebt seine Puppen und leiht sie sich für ihre Kunstausstellung aus. 

Kritik

Die Bezeichnung „Psycho-Slasher“ ist sicherlich richtig. Der Soundtrack ist gelungen, erinnert an „Irreversible“, kann oder will diesen aber nicht erreichen. Es gibt zu viele ruhige Phasen und gerade die sind es, die die Hauptfigur unsympathisch erscheinen lassen. Auch die Auswahl und Absichten des Mannes sind abstoßend. Weit von einem Gute-Laune Horrorfilm entfernt, aber das war sicherlich auch gewollt. Für Freunde des etwas derberen ruhigen Horrors.

Im Bonusmaterial der Blu-ray befinden sich das Making of, Interviews mit den Darstellern sowie der Trailer und Filmtipps.

Alexandre Ajas Maniac: USA / F 2012; Regisseur: Franck Khalfoun; Darsteller: Elijah Wood, Nora Arnezeder; FSK: ab 18 (oder hier Spio JK geprüft) Jahren; Dauer: 89 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,40:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Ascot Elite Home Entertainment. Veröffentlichung Verkauf: 21. Mai 2013.

Bewertung: 7/10 Punkten

Spannung: 3/4 - Action: 1/4 - Humor: 1/4 - Erotik: 2/4 - Anspruch: 2/4

 Nickel, 23.05.2013, 10.00 Uhr

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