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Leveste hat zwei neue Broschüren

Nachdem das Buch "Die Kirche im Dorf gelassen" über 400 Jahre Dorfgeschichte von Leveste fast vergriffen ist, hat der Levester Hobby-Historiker Peter Kühlechner zwei neue Broschüren herausgegeben: Die Flurnamen der Gemarkung Leveste und der Flachsanbau in Leveste.
Bei den 69 gefundenen Flurnamen kann man nachschlagen, woher der Name stammt und auf einer Karte wird angezeigt, wo das Gebiet heute liegt. So erfährt man zum Beispiel, dass der Lohteich nicht etwa nach den Grafen von Loh benannt ist, sondern dass Loh nichts anderes bedeutet als lichtes Gehölz. Überhaupt weisen viele der alten Flurnamen auf die Wälder hin, die früher bis dicht ans Dorf reichten. Eine andere Häufung von Namen belegen die Tatsache, dass Leveste einst von sumpfiger und morastiger Landschaft umgeben war. Aber nicht nur die Herkunft der Namen ist interessant. Aus bestimmten Bezeichnungen kann man auch entnehmen, dass zwischen Leveste und Eckerde einst noch eine weitere Ortschaft gelegen war oder dass es südlich des Sportplatzes einmal eine Mühle gegeben hat.
Die Flurbezeichnungen "Bandsee" und "Rottekuhlen" führten Kühlechner dann auf eine ganz andere Spur: den Flachsanbau in Leveste. Die alte Kulturpflanze wurde lange in Leveste angebaut und daraus die Flachsfaser gewonnen, die dann letztendlich zum wertvollen Leinen gesponnen und verwoben wurde. Der Anbau dieser Pflanze hat im Calenberger Land eine lange Tradition. Im Steinhuder Weber-Museum wurden dazu zahlreiche Objekte und Dokumente gesammelt. Noch heute verwenden wir Redensarten, die aus der Flachsverarbeitung stammen, wie sich "verhaspeln", ein Thema immer wieder "durchhecheln" oder wenn mal jemandem "der Faden gerissen" ist. Alte Protokolle aus dem Levester Archiv beweisen, dass der Flachs in der Gemeinde eine wichtige Rolle gespielt hat.
Beide Broschüren sind ab sofort beim Autor oder beim "Advent auf dem Thie" am kommenden Samstag zum Preis von jeweils 2,50 Euro erhältlich.
Die Flurnamen kann man sich übrigens auch auf Google-Earth anzeigen und erklären lassen. Wie das geht, ist im Internet bei www.leveste.gehrden.de erläutert.

red., 26.11.2014

 

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