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Brunnenbau im Wasserpark

Eine zufriedenstellende Saison liegt hinter dem Betreiberverein des Wennigser Wasserparks. "Wir hatten 12.635 Besucher und haben 36.248 Euro eingenommen", erklärte Vorsitzende Sigrid Röhrbein. Das entspricht einer Pro-Kopf-Einnahme von 2,87 Euro, im Vorjahr waren es bei 18.918 Besucher lediglich 2,30 Euro pro Kopf. Aber es liegt auch noch viel Arbeit vor dem Verein. So steht die Entscheidung über eine Brunnenbohrung an, aber auch noch Arbeiten am Regenerationsteich.

Die Schließung des Wasserparks Anfang Juni und Mitte August veranlasst die Betreiber, sich morgen mit dem umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, auszutauschen. "Bei kleinen Bakterienmengen wird das Bad geschlossen anstatt Maßnahmen wie eine Besucherbegrenzung oder eine Wasserverdünnung in Betracht zu ziehen", erläuterte Schwimmmeister Hartwig Hudasch. Bei anderen Badestätten wie dem Maschsee gelten zehnmal höhere Grenzwerte als bei Naturbädern wie dem Wasserpark.

Neben dem neuen Verbindungssteg wurden auch eine dritte Außendusche und ein Wasserspielgerät, finanziert vom Förderverein, bereits erfolgreich eingeweiht. Ebenfalls schon in diesem Jahr begonnen wurde der Bau eines Brunnens. "Eine Fachfirma hat ein zwölf Meter tiefes Loch gebohrt. Wir wollen mit dem Grundwasser in der Saison das Becken damit ausfüllen", beschrieb Wasserpark-Vize Martin Dankert. Das Wasser müsse aber Trinkwassercharakter haben - hier stimmen die Werte noch nicht. "Wir überlegen deshalb, eine weitere Bohrung in die Tiefe vorzunehmen", erläuterte Dankert. Durch Nitrateinleitungen - vermutlich aus der Landwirtschaft glaubt der Betreiberverein - hat das Gesundheitsamt weitere Prüfungen angeordnet. "Wir warten erstmal bis zum Frühjahr ab", befand Röhrbein. "Dann entscheiden wir, ob wir weiter bohren."

Außerdem steht der Regenerationsteich noch auf der Agenda des Vereins. "Wir werden den Teich verkleinern, damit wir ihn mit Netzen vor Enten schützen können. Eine Ente verursacht hundertmal mehr Bakterien als ein Mensch", erklärte Hudasch. Auch die defekte Lianenschaukel auf der Spielwiese muss ersetzt werden. "Die rund 4.500 Euro dafür übernimmt der Förderverein", verkündete heute Hagen Koch, Vorsitzender der Unterstützer.

Veränderungen in der Gastronomie hält der Betreiberverein für nicht völlig ausgeschlossen. "Wir verhandeln derzeit", blieb Röhrbein zurückhaltend. Angedacht soll sein, dass der aktuelle Betreiber aus Isernhagen das Bistrogebäude neu errichtet und einen Ganzjahresbetrieb etabliert. Spätestens durch die Jahreshauptversammlung des TSV Wennigsen scheint ein gemeinsamer Neubau auf dem Wasserparkgelände erledigt zu sein. Auch das Wirtschaftsgebäude mit Duschen und Umkleiden braucht eine Erneuerung. Ein Architektenentwurf liegt vor, soll aber im neuen Jahr noch einmal aufgegriffen werden.

hug. 20.11.2014

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